Die rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Eckert hat Eduardo Li, den ehemaligen Präsidenten des costa-ricanischen Fussballverbands (FEDEFUTBOL) und ehemaliges Mitglied des CONCACAF-Exekutivkomitees, lebenslang für alle nationalen und internationalen Fussballtätigkeiten (administrativ, sportlich und anderweitig) gesperrt.

Die Untersuchung gegen Eduardo Li unter der Leitung von Dr. Cornel Borbély, dem Vorsitzenden der Untersuchungskammer der Ethikkommission, wurde am 27. Mai 2015 aufgrund einer Medienmitteilung des U.S.-Justizministeriums vom selben Tag eröffnet.

Eduardo Li bekannte sich am 7. Oktober 2016 in je einem Fall der Verabredung zum organisierten Verbrechen, des elektronischen Datenbetrugs und der Verabredung zum elektronischen Datenbetrug für schuldig. Sein Schuldbekenntnis bezieht sich u. a. auf zwei Systeme zur Forderung und zur Annahme von Bestechungsgeldern von Sportmarketingunternehmen für die Vergabe von Marketingrechten für die FIFA-WM-Qualifikationsspiele in der Region der mittelamerikanischen Fussballunion (UNCAF) sowie für die Zusage der Teilnahme des costa-ricanischen Nationalteams an UNCAF-Freundschaftsspielen.

Die rechtsprechende Kammer befand Eduardo Li der Verletzung von Art. 13 (Allgemeine Verhaltensregeln), Art. 15 (Loyalität), Art. 18 (Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht), Art. 19 (Interessenkonflikte) und Art. 21 (Bestechung und Korruption) des FIFA-Ethikreglements für schuldig. Gegen den Funktionär wurde folglich eine lebenslange Sperre für alle nationalen und internationalen Fussballtätigkeiten (administrativ, sportlich und anderweitig) verhängt.

Die Sperre tritt mit Mitteilung des Entscheids in Kraft.